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aquatische Säugetiere

  • Hat das Thema erstellt juchs
  • erstellt am
J

juchs

Gast
#1
Kann jemand etwas näher auf die aquatischen Säugetiere eingehen und erläutern? wie bei ihnen die regulierung der Körpertemperatur abläuft.
Dankefür jede antwort
 

Joffi

Moderator
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#2
Im Grunde ganz normal. Nur das die einige Isolationsmechanismen dabei haben: Unterhautfettgewebe zum Beispiel, und zwar der dickeren Art. Und Gegenstromsysteme in den Gliedmaßen. Oder je nach Spezies auch mal das Fehlen von Gliedmaßen, um die Oberfläche zu verkleinern.
 
J

juchs

Gast
#3
wie funktioniert das gegenstromprinzip`? z.b. bei walen und wieder die Oberfläche verkleinern?
 

Joffi

Moderator
Moderator
#4
Mit dem Gegenstromprinzip kann man einen Temperaturgradienten in einem strömenden System aufrecht erhalten. Also zum Beispiel die Pfoten/Flossen auf 5°C halten, mit Blut durchströmen und trotzdem kaum Wärme verlieren. Zum Funktionsprinzip schau mal unter Wikipedia oder Google, bei Schwierigkeiten einfach nochmal melden.
Die Oberfläche verkleinern kann man durch Rückbildung/Fehlen von Gliedmaßen, möglichst runde Formen etc.. Schau Dir mal Robben, Seelöwen und Konsorten an :)
 
J

juchs

Gast
#5
ja das mit dem Gegenstromprinzip hab ich jetzt verstanden.danke:)
nur zur der Oberfläche hab ich nochmal ne frAGE. Also heißt es um so kleiner die Oberfläche ist, umso weniger wärme kann der Wal auch verlieren oder wie?
 

Joffi

Moderator
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#6
Jeder Organismus verliert seine Wärme ja über die Oberfläche und produziert sie nach in seinem Inneren. Je mehr "Inneres" (also Volumen) ein Tier also gegenüber seinem "Äußeren" (also Oberfläche) hat, umso besser verteidigt es seine Körpertemperatur. Arme, Beine, Ohren und alle anderen Körperanhänge vergrößern die Oberfläche und führen entsprechend zu größeren Wärmeverlusten.
 

Torben

Moderator
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#7
Wenn man ganz exakt ist geht es um das Verhältnis zwischen Volumen und Oberfläche. Denn Wärme verliert man vor allem dort, wo man in direktem Kontakt zu kälteren Zonen steht, sprich an der Oberfläche. Wärme produziert wird dagegen im Körper selbst. Also läuft es darauf hinaus, dass das vorhandene Volumen mit möglichst wenig Wasser in Kontakt kommt, was bei minimaler Oberfläche der Fall ist.

Gleichzeitig muss die Form natürlich auch zur Fortbewegung praktisch sein, eine kugelförmige Robbe (die übrigens bei gegebenem Volumen minimale Oberfläche aufweisen würde) ist ein eher schlechter Jäger...

P.S.: Komisch, Joffis Antwort wurde eben bei mir nicht angezeigt, im Prinzip hat er das ja schon geschrieben...
 
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