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B-ZellAktivierung

Bell

Einfacher Mehrzeller
#1
Hallo,

ich bereite mich gerade auf eine Klausur in Immunologie vor und bin da auf eine Frage gestoßen, die mich nicht mehr los lässt:

Es heißt ja, dass B-Zellen, wenn sie in der Peripherie auf ein "selbst" Antigen treffen und es erkennen und binden können, dass sie dann in anergie vesetzt werden (periphere Toleranz).
Worin besteht jetzt der Unterschied zur Aktivierung durch ein lösliches Antigen, das nicht multivalent bindet? Also woher "weiß" die B-Zelle, wann sie bei Antigenkontakt Endocytose, Präsentation und Suchen von einer T-Zelle zur Aktivierung oder Anergie starten muss?

Ich hoffe es wurde klar was ich meine und jemand kennt sich da aus:)

Vielen Dank
 

Elsi

Moderator
Moderator
#2
Also wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe wird eine B-Zelle anergistisch (heißt das so :confused:) wenn sie in der Peripherie ein Antigen nur sehr schwach bindet. Alle B-Zellen, die Antigene stark binden werden vorher schon eliminiert. Wenn ein Antigen nun in der Peripherie schwach bindet regt das die Zelle an ab zu sterben, da bakterielle Antigene stark binden sollten. Ich glaube so irgendwie war das. Also es kommt auf die Affinität an.
 

Bell

Einfacher Mehrzeller
#3
Hi,

vielen Dank für deine Antwort, das scheint Sinn zu machen:)

Weißt du wieso die Zellen überhaupt anergisch (ich übernehm das mal ;) werden?
Es heißt, dass sie während der negativen selektion Apoptose auslsen wenn sie ein Antigen multivalent binden in Anergie verfallen wenn das Antigen monovalent bindet. Warum aslo nicht gleich Apoptose? Als Grund dafür steht im Lehrbuch nur, es würde die Variabilität der Rezeptoren gewährleisten???????
 

Elsi

Moderator
Moderator
#4
hmm das ist glaub ich das, was ich versucht hab mit der Affinität zu erklären. Ich denke der Sinn dieses Systemes ist es ja zu verhindern das Antigene nicht den eigenen Körper angreifen und dass trotzdem eine große Variabilität an Rezeptoren vorhanden ist. Dies ist wahrscheinlich der Mittelweg, der beides einigermaßen gewährleistet. Stell dir vor du nähmest ALLE Zellen raus die eine Affinität für körpereigene Antigene zu haben scheinen, auch wenn diese nur schwach ist. Wenn ein Bakterium nun ein ähnliches Antigen hat hätte es ein leichtes Spiel. Durch Anergy ist kann die Zelle glaube ich immer noch eine Reaktion iniziieren, wenn die Aktivierung nur stark genug ist (glaub ich zumindest bin mir nicht mehr ganz sicher). Das heißt das ist sicherer als alle direkt zu töten, auch die mit niedriger affinität.
 

Bell

Einfacher Mehrzeller
#5
Hallo,

ja ich glaube das macht wieder Sinn..:) Ich dachte es würde irgendwie dazu führen, dass auf genetischer Ebene die Vielfalt eingeschränkt wird. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht ;)


Aber jetzt ist alles klar, vielen vielen Dank für deine Hilfe!