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B-Zellen und MHC-Moleküle

#1
MHC-I-Moleküle kommen ja auf (fast) allen Zellen vor, während MHC-II-Moleküle auf bestimmte Zellen des Immunsystems beschränkt sind. Das heißt aber doch, dass etwa B-Lymphocyten neben den MHC-II-Molekülen, die sie brauchen, um den T-Helferzellen Antigene zu präsentieren, auch MHC-I-Moleküle haben. Dies wäre meines Erachtens auch deshalb sinnvoll, weil es Erreger gibt, die B-Zellen infizieren. Gäbe es nun auf B-Zellen keine MHC-I-Moleküle, so könnten infizierte B-Zellen auch nicht von T-Killerzellen beseitigt werden.

Stimmt das, was ich mir da zusammengereimt habe? Ich habe weder beim Campbell noch bei meiner Internetrecherche eine Bestätigung für meine Überlegung gefunden.
 

Elsi

Moderator
Moderator
#2
Also auf Wiki steht folgendes:
Diese Proteinkomplexe finden sich auf der Oberfläche nahezu aller (kernhaltiger) Zellen des Organismus (außer Trophoblasten und Erythrozyten (kernlos)) und dienen der Antigenpräsentation für T-Killerzellen sowie dem Schutz gesunder Zellen vor einer Zerstörung durch Killerzellen.

Ich denke wenn es keinen MHC I auf B Zellen gebe würden sie hier aufgeführt sein. Aber ganz sicher bin ich mir nicht... Sehe aber keinen Grund, warum es sie nicht geben sollte?

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Haupthistokompatibilitätskomplex#Allgemein_2 )
 
#3
Okay, sehe ich genau so. Und dass es wohl extra gelistet wäre, wenn B-Zellen keine MHC-I-Moleküle besäßen, leuchtet mir ein.
 

ksturm

Einfacher Mehrzeller
#4
B-Zellen tragen definitiv MHCI.
In Roten Blutkörpern können sich Viren nicht replizieren, denn sie haben keinen Kern und keine DNA. Deswegen keine MHCI auf kernlosen Zellen. Das wird bei Malaria zum Verhängnis, denn die Plasmodium-Parasiten können sich in Roten Blutkörperchen verstecken.
 
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