• Willkommen im Biologie-Forum! Du brauchst Hilfe? In unserem Biologie-Forum kann jeder seine Fragen zur Biologie stellen - und anderen bei Fragen helfen.

Farbgebung und Umwelt des Birkenspanners

  • Hat das Thema erstellt Fr33zar
  • erstellt am
F

Fr33zar

Gast
#1
Hoi, und zwar hab ich eine hausaufgabe:

ich hab ein zettel bekommen auf dem steht: Der Birkenspanner kann in der Farbgebung stark variieren. Es gibt sehr helle, sehr dunkle Schmetterlinge und zahlreiche Übergangsformen. Erkläre den Zusammenhan zwischen Farbgebung und Umwelt.

wäre sehr freundlich wenn mir da wer weiterhelfen könnte ich hab da keine ahnung von
mfg
 

fidelia

Säugetier: Eutheria
#2
Ich habe dir dazu etwas zusammengesucht.
Damit du nicht zu lange auf der Seite herumirrst, bekommst du den Text als Zitat:

http://www.ag.ch/natur2001/alg/pages/natur/publikationen/lag/lag1-96/nachtf/nachtf.htm
... Es handelt sich um den Birkenspanner (Biston betularia), ein Falter, der mit seinem gedrungenen Körperbau kaum in das Bild der üblichen Spanner passt. Er fliegt erst in fortgeschritteneren Stunden, mit Vorliebe nach Mitternacht. Das erhöhte Interesse, das er zu wecken vermag, begründet sich aber darin, dass die Zeichnung seiner Flügel die unterschiedlichsten Helligkeitsabstufungen aufweist. Helle Exemplare mit schneeweissem Flügelgrund und einer schwarzen, feinen Bestäubung stehen neben Individuen mit einfarbig schwarzen Flügeln. Man hat versucht, unter Berücksichtigung dieser Tatsache Rückschlüsse auf den Zustand der Umwelt zu ziehen. Dabei ging man davon aus, dass der Birkenspanner seinen Ruheplatz eben auf Birkenstämmen sucht, wo er hervorragend getarnt ist. Diese Tarnung funktioniert allerdings nur, wenn die Helligkeit von Rinde und Falter einigermassen übereinstimmen. Helle Exemplare wurden in stark russbelasteten Gegenden Grossbritanniens leichter von Vögeln entdeckt und vertilgt, während die dunkleren Tiere dort wesentlich höhere Überlebenschancen hatten. Umgekehrt verhält es sich in Regionen, wo die Mehrzahl der Birken hell und damit nur einer geringen Verschmutzung ausgesetzt ist. Dort fallen hauptsächlich die dunkeln Falter einer natürlichen Auslese zum Opfer. Es stimmt nun doch nachdenklich, dass von den 11 im Umiker Schachen festgestellten Birkenspannern nicht weniger als 6 ganz schwarz, 3 eher dunkel und nur 2 hell gefärbt waren. ...

http://tiere.inethelp.de/schmetterlinge/b.htm
...
Birkenspanner (Biston betularia) Schmetterlingsart aus der Familie der Spanner.
Birkenspanner erreichen eine Spannweite von etwa fünf Zentimetern, sie haben weiße, schwarz gebänderte und punktierte Flügel. Sie besiedeln Wälder und Gärten, die Falter fliegen von Mai bis Juli. Die Normalform der Birkenspanner ist auf flechtenbewachsener Birkenrinde hervorragend getarnt. In luftverschmutzten Industriegebieten Englands tritt seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine dunkel gefärbte (melanistische) Mutante auf. Sie ist auf Birkenstämmen, die durch Umweltverschmutzung flechtenfrei sind, besser vor Vögeln geschützt, und verdrängte allmählich die helleren Birkenspanner; dies ist ein Beispiel für Industriemelanismus. Mit Verbesserung der Luftqualität nahm der Prozentsatz der weißgefärbten Tiere wieder zu. ...

weiterer link:
http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Launchpad/1008/contra-yahya-1.html

Fazit:
Birkenspanner veränderten ihr Aussehen in wenigen Jahrzehnten und paßten sich so veränderten Umweltbedingungen an.
 

Niklasfl

Komplexer Mehrzeller
#3
kann man bei der Anpassung des Birkenspanners durch den Industriemelanismus von einer Transformierender Selektion sprechen ?
Schließlich gibt es die weißen Birkenspanner nur noch teilweise denke ich, auf jeden Fall sind diese ja schlechter angepasst..
 
nach oben