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Gentechnische Insulinherstellung

Beitrag in 'Genetik, Molekularbiologie, Biotechnologie' erstellt von Betty 80, 30/5/07.

  1. Betty 80 Einzeller

    Hi, Habe schon wieder eine Frage. Müsste aber die letzte sein:D Beim gentechnischen Verfahren wird dem Plasmid eine Ampicillin- sowie eine Tetracyclinresistenz zugeführt für das spätere screening wichtig. Die bakterien kommen nach eventuellem Einbau des Insulingens auf Ampicillinboden wo die Bakterien mit Insulingen und die ohne überleben weil beide die resistenz aufweisen.Nach der Stempeltechnik auf den Tetracyclinboden sterben die Bakterien mit Insulingen ab weil die Tetracyclinresistenz dadurch zerstört wurde-somit erkenne ich die, die Insulingen aufweisen.Wofür aber brauche ich vorher eine Ampicillinresistenz? Könnte sie doch auch auf ganz normalem Zuckernährboden o.ä. wachsen lassen und dann mittels Stempel übertragen und würde trotzdem die mit zerstörter Tetracyclinresistenz erkennen. Oder habe ich jetzt totalen Denkfehler? Vielen Dank noch mal.
  2. Elsi Moderator

    Ich denke das ist anders gemeint. Nicht ALLE deine Bakterien weisen Ampicilin resistenz auf. Eigentlich sollten es nur diese aufweisen, die das Plasmid aufgenommen haben. Es ist ja aber möglich, dass einige Bakterien durch Mutationen eine Resistenz entwickeln ohne das Plasmid zu enthalten. Dem kann man dann entgegenwirken, wenn man das ganze auf Tetracyclin überträgt, da es eher unwahrscheinlich ist dass noch eine 2. Mutation vorliegt, die dem Bakretium auch noch eine resistance gegen tetracyclin gibt. Dann weißt du, dass die, die auf dem Tetracyclin überlebt haben die sein müssten, die dein Plasmid tragen.
  3. Joffi Moderator

    Nope, das wird eher folgendermaßen sein:
    Das Insulingen muss in ein Plasmid ligiert werden. Die Schnittstelle dazu legt man in das tetR-Gen, so das bei erfolgreicher Ligation dieses Gen unterbrochen und funktionslos ist. Die ampR liegt woanders auf dem gleichen Plasmid.
    Nach der Transfektion schaut man jetzt erst einmal, welche Bakterien überhaupt ein Plasmid aufgenommen haben (Amp-Platte). Dann schaut, welche von denen ein leeres Plasmid haben und welches ein erfolgreich mit Insulingen versehenes (bei der Ligation kommt es oft vor, dass das Plasmid sich leer wieder zirkularisiert).

    Anmerkung: Das ist ziemliche Uralt-Technik, gibts heute viel elegantere Wege ;)
  4. Elsi Moderator

    ja das klingt logischer. So ne Idee hatt ich auch noch aber kurz vorm Einschlafen ;)
  5. Betty 80 Einzeller

    Danke jetzt hat es auch bei mir klick gemacht:D Aber welche neueren Methoden gibt es noch außer das heute vermehrt mit Hefe gearbeitet wird? Dachte es gibt nur unterschiedliche Arten von Antibiotikaresistenzen und das entweder A und B-Kette des Insulins zusammen oder getrennt hergestellt werden?
  6. Joffi Moderator

  7. Betty 80 Einzeller

    Ach so. Vielen lieben Dank für deine schnelle Hilfe

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