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GFP (green fluorescent protein) per Vector in Ameisen

Tiberian

Komplexer Mehrzeller
#1
Hi, ich fange in den nächsten Wochen mit meinem Bachelorprojekt in Verhaltensbiologie an.
Mein Mentor hat mir bezüglich meiner Experimente relativ viel Freiraum gelassen.
Ich hatte mir überlegt, die Workerreproduction bei Ameisen näher anzusehen. Wenn man die Queen in einigen Ameisenspezies entfernt fangen die Arbeiter nach einer Zeit an selber Eier zu legen ( meisten Ameisenarten legen dann aber nur männliche).

Interessent wäre es nun zu wissen, ob die Nurses (Ameisenunterkaste für Broodcare) significant öfter/mehr Eier legen als z.B die Forager, die meistens älter und gefährlichere Aufgaben (Futtersuche, Verteidigung) erledigen.

Insofern würde ich gerne irgendwie die Eier der Nurses mit einem GFP(green fluorescent protein ) zum leuchten bringen, damit ich sie von den Forager Eiern unterscheiden kann. Später würde ich mir die Ovarien der zwei Subcasten anschauen, ob diese bei Nurses vielleicht größer und aktiver sind.

Leider kenne ich mich mit Genetik bzw. Zellbiologie nicht mehr so aus, da dieses eine Semester auch schon ein paar Semester zurückliegt.

Ist es möglich, verschiedene fluoreszenz Markergene wie GFP direkt in eine Workerameise zu injizieren und deren Eier/Nachwuchs wäre dann fluoreszierent ?

Grüße und danke
Thomas
 

Joffi

Moderator
Moderator
#2
Insekten sind nicht mein Fachgebiet, klingt für mich aber unwahrscheinlich, dass es da die passenden Werkzeuge gibt. Wer weiß es besser?

Was alternativ funktionieren könnte, wäre eine Markierung über Isotopen. Wenn Du die beiden Gruppen separat füttern könntest, dann kannst Du einer Gruppe z.B. schwer markierte Aminosäuren geben und die dann in den Eiern nachweisen (je nachdem, was Dir für eine Analytik zur Verfügung steht, könnten das auch instabile statt schwere Isotope sein).
 

Tiberian

Komplexer Mehrzeller
#3
Das heißt ich bräuchte ein Zuckermolekül das mindest ein C13 Atom statt C12 besitzt. Wissen Sie zufällig woher man so etwas bekommt :)? Messen können wir es am Institut nicht aber ein Kollege von eineren Uni kann das, wenngleich auch mit Kosten verbunden.
 

Joffi

Moderator
Moderator
#4
Die konkrete Versuchsplanung musst du persönlich mit einem Fachmann besprechen, gerade wenn es um Isotope geht. Bezugsquellen sind kein Problem, schwer markierte Moleküle gibts bei zB bei Sigma Aldrich, instabile Alternativen bei PerkinElmer. Aber ohne Absprache mit dem, der es messen soll, solltest Du da nicht loslegen. Auch die Wahl der Substanz und der Markierungsstelle muss gut überlegt sein, sonst dampft Dir Dein Isotop zB als CO2 ab oder landet nie in den Eiern oder oder oder => da muss Dein Betreuer/Kooperationspartner mal mit Dir ran an die Details.
 
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