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Hardy-Weinberg-Gesetz

Nikki

Einzeller
#1
Ich habe eine Frage zu einer Aufgabe:
In Nordeuropa sind durchschnittlich 15%, im Mittelmeerraum etwa 30% und in Ostasien 90% der Erwachsenen lactoseintolerant. Berechnen sie jeweils, wie viele heterozygote Träger der Erbanlagein einer idealen Population zu erwarten wären.
Leider weiß ich nicht, was ich nun rechnen muss.
 

Michael

Komplexer Mehrzeller
#2
Also, hier mal die mathematische Erklärung:

Da die Lactoseintoleranz rezessiv vererbt wird, nennen wir den Genotyp, beim dem sie Auftritt q². Nach Hardy-Weinberg gilt:

(p+q)²=1 --> daher gilt auch p+q=1 (weil die Wurzel aus 1 auch 1 ist).

oder verständlicher:

p²+2pq+q²=1

Für das erste Beispiel: Wir haben den Wert für q², nämlich 15% also gilt q²=0,15. Ziehen wir die Wurzel aus 0,15 (=0,387) erhalten wir q und können so recht simpel p errechnen:

1-0,387 = p --> (weil p+q=1, siehe oben)

Somit hast du nun die Werte für dein p und dein q. Mit diesen kannst du nun den anteil der Heterozygoten errechnen (2pq).

Sorry, dass ich es dir hier nicht komplett ausrechne, aber man lernt es am besten, wenn man es selbst wenigstens einmal macht. ;)

Mit den angegeben obigen Daten sollte der Rest aber kein Problem mehr sein.

Gruß
Michael

Übrigens als kleiner Tipp, merke: p und q sind die Allele, mit denen sich die Allelfrequenzen berechnen lassen. p², q² und pq sind die jeweiligen Genotypen, mit denen sich die Genotypfrequenzen berechnen lassen, nach denen hier ja gefragt wird.
 

Michael

Komplexer Mehrzeller
#3
Ups.... da ist mir doch tatsächlich im Nachsatz ein kleiner Fehler unterlaufen! :(

p und q sind natürlich schon die Allelsequenzen und NICHT die Allele! Sorry, wenn ich Verwirrung gestiftet habe.
 
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