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kodominanter erbgang

  • Hat das Thema erstellt Wiebi
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Wiebi

Gast
#1
hallo!
könnte mir jemand sagen, wie man einen kodominanten erbgang aufschreibt? wir schreiben montag bio und irgendwie haben wir das nie richtig aufgeschrieben wie man das macht... geht das, wenn man das so macht wie bei einem intermediären oder so?
würde mich sehr über antworten freuen... ciao wiebke

p.s. bin 10. klasse, gym...
 

fidelia

Säugetier: Eutheria
#2
Ich würde das so wie beim intermediären aufschreiben!

hier noch ein paar Infos:
laut unserem Wörterbuch:
kodominanter Erbgang:
Werden bei einem Heterozygoten die Genprodukte beider Allele unabhängig voneinander ausgeprägt, spricht man von Kodominanz bzw. von kodominanter Vererbung. Das bekannteste Beispiel für Kodominanz findet sich beim Blutgruppensystem AB0: Die Allele A und B kommen beim Genotyp AB beide zur Ausprägung, so dass auch der Phänotyp AB lautet.
Das Gen zu Ausprägung der Blutgruppen des AB0-Systems liegt auf dem Chromosom 9.
Die Unterscheidung von k. E. und intermediären Erbgang fällt nicht immer leicht. Um den Unterschied nachzuvollziehen stelle man sich Folgendes vor: Man kreuzt zwei jeweils homozgygot weiße und rote Blütenpflanzen miteinander. Die Blütenfarbe der nächsten Generation dürfte bei einem k. E. rot-weiß gefleckt ausfallen (beide Genprodukte werden nebeneinander ausgeprägt), bei einem intermediären Erbgang hingegen dürften alle Blüten rosafarben sein (also ein Mischprodukt ergeben).

Wie bei allen untersuchten Systemen muss zwischen Phänotyp (=Erscheinungsbild) und Genotyp (=Erbbild) unterschieden werden.
Ausgehend vom "gemessenen" Erscheinungsbild schließt man auf das Erbbild.
Bei den untersuchten Erbmerkmalen hat der Mensch (von sehr seltenen Ausnahmen abgesehen) immer zwei Merkmale,
ein väterliches und ein mütterliches (welche natürlich identisch sein können).
Für den Rückschluss auf die Abstammung ist es wichtig, zwischen Systemen mit dominant-rezessivem Erbgang und
solchen mit kodominantem Erbgang zu unterscheiden.
Ersterer Erbgang findet sich nur im AB0- und Rhesus-System.
Dominant-rezessiv bedeutet, dass bei Vorliegen eines dominanten und eines rezessiven Merkmals sich lediglich das
dominante Merkmal im Erscheinungsbild (Phänotyp) ausdrückt.
Beim kodominanten Erbgang hingegen kann man (von seltenen Ausnahmen abgesehen; stumme Gene) vom Phänotyp auf den Genotyp
rückschließen.

Kodominanz:
die im Phänotyp des Heterozygoten voneinander unabhängige Manifestierung von 2 Allelen einer Serie multipler Allele;
z.B. der Blutgruppengene A u. B.

Mendels Versuche mit der Wunderblume:
J. G. Mendel kreuzte Blumen von roter und weißer Farbe und erklärte damit die homozygote und heterozygote Vererbung.
Die Elterngeneration oder auch Parentalgeneration (P) genannt unterscheiden sich ganz klar in einem Merkmal,
rote Farbe und weiße Farbe. Der Erbvorgang ist also homozygot.
Alle Nachkommen der ersten Kindergeneration oder auch Filialgeneration (F1) treten nach dieser Kreuzung uniform ,
nämlich rosarot auf = Uniformitätsregel.
Das bedeutet das nach der Kreuzung reinerbiger Eltern die entstehenden Nachkommen (F1) in bezug auf das Merkmal
in dem sich die Eltern unterscheiden, untereinander gleichen. Sie sind heterozygot.
Die Merkmalsanlage rote und weiße Farbe wirken gleich stark oder auch kodominant, d. h. beide Gene manifestieren sich beim Kind.
Die Nachkommen der ersten Generation ist die zweite Kindergeneration oder auch zweite Filialgeneration (F2).
Sie sind weiß, rot und rosarot. Das bedeutet, das die vereinigten Merkmale aus der ersten Kindergeneration sich wieder
getrennt haben = Spaltungsregel. Kreuzt man also die heterozygote F1- Generation unter sich ,
so ist die F2-Generation nicht mehr untereinander gleich, sondern spalten sich im Verhältnis 1 : 2 : 1 in verschiedene
Genotypen auf. 50 % sind wieder heterozygot, 25 % homozygot dem einen Elternteil und 25 % homozygot dem anderen Elternteil
gleich. Dies ist bezogen auf einen kodominanten Erbgang.
Bei einem dominant, rezessiven Erbgang ergibt sich ein Spaltungsverhältnis von 3 : 1 im Phänotyp.
Das bedeutet, dass sich das dominante Gen in der F1- Generation manifestiert und das andere, rezessive Gen in seiner Manifestation unterdrückt.
D.h., das dass dominante Gen sich in der F1 Generation phänotypisch ausbildet, während das rezessive Gen nur genotypisch
vorhanden ist. Daher kann in der zweiten Kindergeneration nur ein Phänotyp des rezessiven Merkmals entstehen.
Dies beobachtete J. G. Mendel bei der Kreuzung von runden und runzeligen Erbsensamen.

http://www.drd.de/helmich/bio/gen/reihe1/karte112.html
http://www.drd.de/helmich/bio/gen/reihe1/karte110.html
 
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