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Langfristige Effekte von kurzfristiger Hormonausschüttung

bmnot

Einfacher Vertebrat
Hallo,
ich bin eher ein Biologie-Laie, aber würde gerne wissen, ob es möglich ist, dass eine kurzfristige Ausschüttung eines Hormons langfristige Effekte (z.B. im Rahmen von Epigenetik) auf den Hormonhaushalt eines bestimmten Hormons haben kann? Ich wäre froh über "Stichworte", die mir helfen könnten, mich weiter in dieses Gebiet einzuarbeiten. Danke :)

Viele Grüße
Lisa
 

Joffi

Moderator
Moderator
Hallo Lisa, im Prinzip ist das, was Du beschreibst in fast jedem endokrinen Regelkreis so beobachtbar. Viele Hormonsysteme regulieren sich selbst über sogenannte Feedback-Regelkreise. Beispiele zum Nachschlagen wären z.B. die Regulation LH, FSH oder TSH-Sekretion.

Von "Epigenetik" würde man da nicht unbedingt sprechen, sonst wäre ja quasi alles Epigenetik. Dieser Begriff ist dann sinnvoll, wenn man von Information spricht, die in eine Folgegeneration übertragen wird (je nach Kontext kann eine Generation sich auf komplette Organismen bis auf einzelne Zellen beziehen).
 

bmnot

Einfacher Vertebrat
Hallo Lisa, im Prinzip ist das, was Du beschreibst in fast jedem endokrinen Regelkreis so beobachtbar. Viele Hormonsysteme regulieren sich selbst über sogenannte Feedback-Regelkreise. Beispiele zum Nachschlagen wären z.B. die Regulation LH, FSH oder TSH-Sekretion.

Von "Epigenetik" würde man da nicht unbedingt sprechen, sonst wäre ja quasi alles Epigenetik. Dieser Begriff ist dann sinnvoll, wenn man von Information spricht, die in eine Folgegeneration übertragen wird (je nach Kontext kann eine Generation sich auf komplette Organismen bis auf einzelne Zellen beziehen).
Hallo Joffi! Danke für Deine Rückmeldung. Könnte man davon ausgehen, dass wenn ein Hormonausstoß (z.B. von Oxytocin) ständig provoziert wird (z.B. durch Kontakt zwischen Mutter und Kleinkind), das Oxytocin-Level bei der Mutter dauerhaft höher ist als bei einer Frau ohne Kind?
 

Joffi

Moderator
Moderator
Vorneweg, OB das so ist, weiß ich aus dem Stand nicht, kann man sicher online recherchieren.
Aber wenn die Frage v.a. war "Könnte man davon ausgehen, dass" => nein, nicht zwingend. Innerhalb eines endokrinen Signalwegs gibt es sehr viele verschiedene Stellschrauben wie Rezeptordichte, Rezeptorsensitivität, Konkurrenz verschiedener Rezeptoren, veränderbare Signalweiterleitung in der Zelle, Feedbackhemmung der Ausschüttung durch das Hormon selbst oder durch andere regulierte Hormone, Überschneidung mit Signalverarbeitung anderer Hormone und und und. Da lässt sich keine allgemeine Regel anwenden auf ein konkretes Beispiel, sondern man muss es sich einfach angucken und genau den Einzelfall versuchen zu verstehen.
 

bmnot

Einfacher Vertebrat
Hallo Joffi! Ich hatte mich ja noch garnicht für Deine Rückmeldung bedankt... dankeschön, das bringt mich schonmal weiter :)

Liebe Grüße
Lis
 
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