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Liebeskummer=Egoismus?

#1
Hallo alle zusammen,

ich habe vor einiger Zeit einen Bericht gelesen, in dem Verhaltensforscher
sagten bzw. behaupteten Liebeskummer wäre total egoistisch.
Sie schrieben, Liebeskummer wäre nur, weil wir Menschen etwas, das uns gut tut und das wir lieben nicht mehr loslassen wollen, da wir davon nicht profitieren.

Das bedeutet doch eigentlich, dass alle Leute, die Liebeskummer haben Ich-bezogen sind, oder?

Ich persönlich halte das für ziemlich weit hergeholt, weil Liebeskummer daher rührt, weil man jemanden verloren hat, den man liebte, aber das heißt ja noch lange nicht, dass man nur traurig ist, weil man jetzt niemanden mehr zum z.B. kuscheln hat, oder?

Ich würde gerne eure Meinung dazu hören...

Gruß
Plitsch
 

Elsi

Moderator
Moderator
#2
Hmm interessantes Thema. Aber beim Liebeskummer anzusetzen ist ja ein Bisschen "spät". Zuerst sollte man sich fragen, ob Liebe an sich nicht vielleicht auch mehr mit Egoismus zu tun hat als man so denkt. Also einfach dadurch dass man mit einer Person zusammen ist, die einem ein gutes Gefühl gibt ect. Mit dieser Person fühlt man sich wohler also könnte man ja theoretisch daraus auch schon einen gewissen Egoismus herauslesen. Dann wäre Liebeskummer vielleicht auch nur eine egoistische Reaktion darauf, dass einem diese positiven Dinge genommen wurden ;)
 
#3
Ja, stimmt eigentlich, so hab ich dass noch gar nicht betrachtet...
Nur wenn das so ist, bezieht es sich ja auf beide Personen.
Kann man denn da immer noch von Egoismus ausgehen?
V.a. in der Liebe ist es doch so, dass man seinem Partner verwöhnen will und so. Ist dass denn auch egoistisch? Immerhin geht man für ihn/sie dann ja auch gewissermaßen risiken ein.
 
#4
also ich finde das von den "Wissenschaftlern" egoistisch so ne bescheuerte These aufzustellen.
Die verdrehn doch alles bis ins letzte detail, die haben se doch nicht mehr alle!
Echt unerhört. Wissen die überhaupt was ein Mensch ist. Das regt mich voll auf. Die haben doch keine ahnung^^
Vielleicht war das jetzt keine genaue antwort, aber ich wollte nur mal meine empörung dazugeben ;)

lg :)
 
#6
Weil das wieder so ne sinnlose These ist, die man ganricht wissen braucht. Der Mensch lebt halt so wie er lebt und wenn man dann auch noch irgwelche Gefühle als egoistisch bezeichnet (bzw. sie negativ hinstellt), obwohl sies garnicht sind und das vollkommen natürlich ist, denkt man sich doch manchmal: Bescheuert?
 

Elsi

Moderator
Moderator
#7
Naja aber es gibt ja so vieles, was man gar nicht wissen braucht ;) Eigentlich brauche ich auch nicht zu wissen wie Krebs entsteht, aber es interessiert mich trotzdem. Und einen Neurobiologen interessiert es vielleicht, wie Gefühle wie Liebe im Gehirn entstehen und verarbeitet werden. Ich find das auch spannend.
 
#8
jap ;)
sagen wir einfach, dass das meine meinung dazu ist, und jeder eben andere interessen hat^^

liebe Grüße :)
 

Elsi

Moderator
Moderator
#9
Ja das stimmt.
Ich hatte mich nur über diesen Gefühlsausbruch gewundert ;)
 

ausanna

Einfacher Mehrzeller
#10
Es gibt viele Menschen die mit sich selbst nicht alleine sein können und die Kunst des Alleine-Seins nicht beherrschen - davon gibt es Tausende (ich habe selbst einige Freunde, die das von sich behaupten!). Deshalb glaube ich, dass das durchaus auf einige Menschen zutreffen kann - aber sicherlich nicht als Allgemeinerung annehmbar und vertretbar ist.
 

Segler

Säugetier: Eutheria
#11
Hallo Plitschplatstsh, Du schriebst"
ich habe vor einiger Zeit einen Bericht gelesen, in dem Verhaltensforscher
sagten bzw. behaupteten Liebeskummer wäre total egoistisch.
Sie schrieben, Liebeskummer wäre nur, weil wir Menschen etwas, das uns gut tut und das wir lieben nicht mehr loslassen wollen, da wir davon nicht profitieren.

Das bedeutet doch eigentlich, dass alle Leute, die Liebeskummer haben Ich-bezogen sind, oder?

Ich persönlich halte das für ziemlich weit hergeholt, weil Liebeskummer daher rührt, weil man jemanden verloren hat, den man liebte, aber das heißt ja noch lange nicht, dass man nur traurig ist, weil man jetzt niemanden mehr zum z.B. kuscheln hat, oder?

Ich würde gerne eure Meinung dazu hören..."

Herr Himmel, dazu kann ich doch nur sagen, Sexualität ist das älteste Thema der Menschheit. Und Sexualität hat unglaublich viele Facetten. Das ist nicht nur der Vaginalverkehr.
Allein wen ich meiner Frau die Hand auf die Schulter lege, sie fühle und weiß, dass da noch das selbe Gefühl da ist, wie vor fast 25 Jahren bei der Patentprüfung für den Hochseeschein auf dem Atlantik, wo sie mich am Tag drei in ihre Kajüte eingeladen hat und ich merke, wie sie auf meine Berührung reagiert

Jetzt nicht ganz Biologie, aber Kuscheln ist was geniales, da werden Glückshomone frei! Vieleicht doch Biologie Hormonchemie und Endorphine sind ja auch was spannendes;-) Wir mögen alle diese Stoffe. Da kann Haschischkraut nicht mithalten!
Liebeskummer ist übrigens ganz sch**sse Da saß ich immer in einem ganz schwarzen Loch. Und ja ... auch Männer können heulen, die tun das nur heimlich aber dann richtig!
 
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Segler

Säugetier: Eutheria
#12
[QUOTE="Elsi, post: 8151, member: 19"Und einen Neurobiologen interessiert es vielleicht, wie Gefühle wie Liebe im Gehirn entstehen und verarbeitet werden. Ich find das auch spannend.[/QUOTE]
Hey, da ist doch ganz spannend, was Dein Hirn da mit Dir tut, Und ich denke Liebe als einen ganz spannenden neueurophysiologischen Vorgang!

Hey, Du kennst die Frau seit fünf Tagen, Du bist hin und weg? Mal eine Frage, was ist da mir dir passiert? Was ist in deinem Hirn abgelaufen?
Ich glaube über die Gehirnchemie von Verliebtheit könnten noch mehrere Generationen von Doktoranden promovieren! Ich könnte da über Oxytocin und ähnliche Hormone phantasieren - wäre vermutlich naturwissenschaftlich richtig, aber hilft es?
 
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