• Willkommen im Biologie-Forum! Du brauchst Hilfe? In unserem Biologie-Forum kann jeder seine Fragen zur Biologie stellen - und anderen bei Fragen helfen.

Membranlipide

  • Hat das Thema erstellt saibotg
  • erstellt am
S

saibotg

Gast
Hallo,

kann mir jemand den Unterschied zwischen Membranlipiden von Archaebakterien und Membranlipiden von Pro-und Eukaryoten sagen ?

Und warum gibt es da einen Unterschied ?

Danke im Voraus für eure Hilfe !
 

Spez

Einfacher Vertebrat
Hallo!

Eukaryoten besitzen Membranen und Prokaryoten besitzen Zellwände, dein Archaebakterium müsste zu den letzteren zählen.

Eukaryotische Membran:
http://nsdl.lon-capa.org/res/msu/botonl/b_online/gd22/03.gif
http://www.aquacare.de/info/veroeff/bak1_str/bak1_02.gif

Bakterien - Zellwand:
http://www.art4science.de/Bilder/Graphiken/grp_Bakterienzellwand.max.jpg

Eine Eukaryotenzelle besteht aus einer Doppelschicht von Membranlipiden, zwischen denen einzelne Bakterien herum schwimmen. Die Membranlipide sind mit dem lipophilen Teil, d.h. mit dem Schwänzchen zueinander gekehrt.

Eine Bakterienzelle besitzt eine Plasmamembran, die (fast) gleich aufgebaut ist, wie die eukaryotische Zellmembran. Allerdings besitzt sie über dieser Plasmamembran noch eine Mureinschicht, die eine Zellwand bildet (bei Gram-positiven Bakterien) oder sogar nocheinemal eine art "Membran" über der Plasmamembran und der Mureinschicht (Gram-negative Bakterien).
(Daher sagt man eigendlich, dass Bekterien nur eine Zellwand besitzen, obwohl eigendlich beides vorhanden ist)

Aber der strukturelle Aufbau der "Membranen" (beim Bakterium unter der Zellwand) müsste sich sehr gleichen.
Es könnte allerdings sein, dass es einige Abweichungen bei der Verteilung der Zuckerketten auf der Oberfläche der Zellen gibt.

:eek: wenn ich das jetzt so durchlese, verstehe ich selbst nur Bahnhof, aber ich hoffe es hilft zumindest ein bisschen weiter.
 

mik

Administrator
Moderator
Spez;8108 hat geschrieben:
Eine Eukaryotenzelle besteht aus einer Doppelschicht von Membranlipiden, zwischen denen einzelne Bakterien herum schwimmen.
:eek: wenn ich das jetzt so durchlese, verstehe ich selbst nur Bahnhof, aber ich hoffe es hilft zumindest ein bisschen weiter.
Ich verstehe das leider auch so gar nicht...

mik
 

Torben

Moderator
Moderator
Um jetzt hier mal (nach einem dreiviertel Jahr...) die Frage zu beantworten: Archaebakterien leben in unwirtlichen Umgebungen, die sehr heiß sind, einen niedrigen pH-Wert aufweisen oder einen hohen Salzgehalt aufweisen. Unter diesem Gesichtspunkt kann man dann die Unterschiede in den Membranlipiden verstehen. Es gibt drei Hauptunterschiede:

- Bei Archaebakterien sind die Fettsäuren über Ether-Bindungen mit dem Glycerin-Rückrat verbunden (bei Pro- und Eukaryoten sind es Ester). Diese sind stabiler, können also bei größerer Hitze bestehen.
- Die Fettsäuren enthalten alle 4 C-Atome eine Methyl-Gruppe, die sie resistenter gegen Oxidationen macht
- Die Stereochemie am mittleren Glycerol-C-Atom ist umgekehrt

Insgesamt sorgen die Unterschiede also für eine höhere Resistenz gegenüber den extremen Bedingungen, denen die Archae-Bakterien ausgesetzt sind.
 

Spez

Einfacher Vertebrat
@mik: Da habe ich mich tatsächlich verschreiben! :D Ich meinte, dass zwischen den Membranlipiden Proteine schwimmen. Das können Carrier-Proteine sein, aber auch einfache Tunnelproteine.
 
nach oben