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Neurologische Erregungsübertragung beim Gehörsinn

Mausi

Einzeller
#1
Neurologische Erregungsübertragung beim Gehörsinn
Hi!

und zwar verstehe ich nicht ganz wie das läuft mit der Reiz-/ Erregungsübertragung beim Gehörsinn.

Ich hab mir angeguckt wie das Ohr aufgebaut ist etc. und ich verstehe das soweit, dass im groben gesagt, die Schallwellen durch den Gehörgang in das Ohr gelangen, dann Trommelfell sowie die 3 Gehörknöchelchen in Schwingungen versetzen. Danach wird auch die Lypmhflüssigkeit und die Mebran im Innenohr in Schwingungen versetzt. Durch diese "Schwingungswellen" stoßen die Grund- und die Deckmembran an einer bestimmten Stelle aneinander und dort werden dann die Sinneshärchen verbogen.
Dadurch soll dann über den Hörnerv ein Signal zum Gehirn geleitet werden, wobei eine Hörwahrnehmung umgesetzt wird.

Ich habe jetzt allerdings nicht verstanden, wie das ganz genau abläuft, zwischen den Sinneshärchen und der genauen neurologischen Übertragung auf den Hörnerv... ich habe dazu auch nichts im Netz gefunden (Synapsenübertragung etc.).

Kann mir bitte jemand helfen? Es ist dringend

Vielen Dank!
 

Torben

Moderator
Moderator
#2
Hallo,

die Haarzellen haben an der Oberfläche die von dir erwähnten Sinneshärchen (Stereocilia), die jeweils ein Bündel aus feinen Fortsätzen sind. Diese Fortsätze sind über feine Verbindungen miteinander verbunden, wie mit Fäden. Diese "Fäden" wiederrum sind an Ionenkanälen verankert. Wird das Bündel nun in eine Richtung verbogen, werden Fortsätze gegeneinander verschoben und die „Fäden“ werden gespannt. Wie bei einem Stöpsel wird dann der daran-liegende Ionenkanal geöffnet und Ionen strömen in die Zelle ein. Es kommt zur Depolarisation und ein Aktionspotential wird generiert. Die weitere Signalleitung geschieht dann wie bei anderen Neuronen auch.

Im Ruhezustand sind übrigens ca. 15% dieser Ionenkanäle bereits geöffnet. Wird das Bündel in eine Richtung verbogen werden die „Fäden“ wie bereits beschrieben gespannt und weitere Kanäle werden geöffnet. In der anderen Richtung hingegen werden sämtliche Verbindungen entspannt und auch die bereits geöffneten Kanäle werden geschlossen, was dann anstatt einer depolarisation der Membran zur Hyperpolarisation führt. In beiden Fällen wirkt das Membranpotential jedoch geändert und so das Signal generiert.

Torben
 
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