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Referat Kartoffel

Beitrag in '"Alle" Fragen zur Biologie (ungeordnet)' erstellt von futurama, 15/12/04.

  1. futurama

    futurama Gast

    brauche etwas für ein referat über die kartoffel.
    chemische zusammensezung, aufbau der pflanze,
    woher sie kommt und wer sie hergebracht hat :confused: :confused: :confused: :confused: :confused:
  2. I_love_Bio

    I_love_Bio Gast

  3. fidelia

    fidelia Einzeller

    Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen; wie viele andere Mitglieder dieser Gruppe enthält sie giftige Stoffe (vor allem Solanin). Daher sind Blätter, die weißen, rosa oder violetten Blüten und die grünen, etwa kirschgroßen Früchte nicht essbar. Nur die Knollen sind weitgehend frei davon.
    Die Knolle ist botanisch gesehen ein verdickter unterirdischer Stengelausläufer. Die kleinen dunklen Punkte darin sind die „Augen". Pflanzt man eine Kartoffelknolle ein, treiben sie Sprosse, die sich zu Kartoffelpflanzen entwickeln.
    Frisch geerntete Kartoffeln enthalten etwa 78 Prozent Wasser, 18 Prozent Stärke, 2,2 Prozent Eiweiß, 1 Prozent Mineralstoffe, 0,1 Prozent Fett und mehrere Vitamine.

    Auf Kraut und Knollen vorkommende Krankheiten:
    1.Kraut- und Knollenfäule
    2.Rhizoctonia-Krankheit, Kartoffelpocken
    3.Blattrollvirus
    4.Mosaikvirus Y
    5.Mosaikvirus X
    6.Schwarzbeinigkeit, Bakterielle Welke, Knollennassfäule
    7.Dürrfleckenkrankheit, Knollentrockenfäule
    8.Fusarium-Welke, Knollentrockenfäule
    9.Colletotrichum-Welke
    10.Verticillium-Welke
    11.Grauschimmel
    Nur auf Knollen vorkommende Krankheiten:
    12.Gewöhnlicher Schorf
    13.Pulverschorf
    14.Silberschorf
    15.Kartoffelkrebs
    16.Bakterielle Ringfäule
    17.Phoma-Knollentrockenfäule (siehe Kapitel Lagerkrankheiten)

    Morphologie und Anatomie:
    Die Kartoffel ist eine Staude, die durch Ausläuferknollen vermehrt wird. Die Knollen entstehen am Ende von Stolonen in der Achsel von unter der Erde liegenden Niederblättern. Die Verdickung erfolt im Markkörper, sekundäres Dickenwachstum findet kaum statt. Verholzt sind im Gewebe nur die Gefässe. Bei der Verdickung wird die Epidermis gesprengt und braunes Korkgewebe gebildet. Die Niederblattnarben an der Kartoffel selbst werden verbreitert und bilden mit ihren Achselknospen die "Augen".

    Spanier brachten die Kartoffel nach Europa:
    Bis die Kartoffel ihren Siegeszug in Europa und Deutschland antreten konnte, lag eine lange Reise vor ihr. Ihr Ursprung liegt in den südamerikanischen Anden. Noch heute werden dort knollenbildende Wildformen gefunden. Schon die Indianer kannten den Wert der Kartoffel. Bei den Inkas zählte sie zu den Grundnahrungsmitteln.

    Die Spanier lernten die Kartoffel als Kulturpflanze bei ihren Eroberungszügen (1525-1543) durch Peru und Chile kennen. Sie brachten um 1555 die ersten dieser rotschaligen, violett-blühenden Pflanzen nach Spanien. Etwa zehn Jahre später wurden gelbschalige Kartoffeln mit weißen oder violetten Blüten von Venezuela nach England und Irland eingeführt. Bei der Ausbreitung über Europa vermischten sich die Sorten. Trotzdem sollte es noch fast 200 Jahre dauern, bis die Kartoffel wirtschaftlich an Bedeutung gewann.

    Carolus Clusius pflanzte 1589 die ersten Kartoffeln in Deutschland. Der Gelehrte, Arzt und Botaniker war es auch, der dank seiner Beziehungen zu anderen Botanikern und reichen Bürgern für ihre Verbreitung sorgte. Zuerst wurde die Kartoffel als Zierpflanze in Gärten gehalten. Auch als Heilmittel war sie bekannt. Zur Eigenversorgung wurde sie wahrscheinlich während des 30-jährigen Krieges in den Hausgärten Süddeutschlands gepflanzt. Als Handelsware wird sie erstmals 1757 in den Frankfurter Marktberichten erwähnt – der Beginn ihrer kommerziellen Nutzung als gehandeltes Nahrungsmittel.

    Schwerpunkt des deutschen Kartoffelanbaus war Preußen. Bedingt durch Kriege und daraus resultierende Not wurde ihr Anbau intensiviert. Sogar die Politik nahm Einfluss auf den Kartoffelanbau. König Friedrich der Große erließ 1756 den berühmten "Kartoffelbefehl“, der die Bauern zum Anbau der Kartoffel zwang. Der preußische Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffeln soll 1875 bereits 120 Kilogramm betragen haben.

    Heute ist die Bundesrepublik der größte Kartoffelproduzent innerhalb der EU. Die Deutschen decken fast ein Fünftel des gesamten Vitamin C mit Kartoffeln. Über 100 Sorten für Speisekartoffeln werden in Deutschland angebaut, darunter auch rote Kartoffeln. Sie haben eine rote Schale und innen gelbes Fleisch.

    weitere links:
    http://www.gbiu.de/Hamsterkiste/Sachunterricht/Kartoffel/kartoffel.htm
    http://www.aok.de/bund/rd/90000.htm

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