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Ruhepotential/Nervenzelle

czernobill

Säugetier: Marsupialia
#1
hallo, ich hätte da einge fragen...

- Was versteht man unter einem Ruhepotential?



- Erklären Sie, wie es zum Aufbau des Ruhepotentials kommt!



- Welche Funktion hat die Natrium-Kalium-Pumpe? Was würde geschehen, wenn sie
ausfallen würde?



- Wie kann das Ruhepotential einer Nervenzelle gemessen werden? Zeichnen Sie
eine Versuchsanordnung.



- Man spritzt sehr wenig radioaktives 24Na+ in eine unerregte Nervenzelle,
ohne das Natriumkonzentrationsgefälle umzukehren.

1. Was kann man im Laufe der Zeit feststellen?

2. Welche Deutung gibt der Befund?
 
B

Borotin

Gast
#2
-Das Ruhepotentioal ist die Spannung, die eine Zelle in Ruhe gegenüber dem Extrazellulärraum aufweist. Es hängt von der Art der Zelle ab. Ein gerne verwendeter Beispielwert ist jedoch -70 mV.

-Es entsteht, da verschiedene Ionen, hauptsächlich Natrium, Kalium und Chlorid, sich entlang ihrer chemischen und elektrischen Gradienten in und um die Zelle verteilen, und auch aktiv von verschiedenen Transportern in der Zellmembran verteilt werden, z.B. von der Na/K-Pumpe.

-Die Na/K-Pumpe befördert unter Aufwand von Energie (=ATP) Na-Ionen aus der Zelle und K-Ionen in die Zelle hinein. Dies ist nötig, da auch im Ruhezustand die chemischen und elektrischen Gradienten normalerweise Na-Ionen in die Zelle und K-Ionen aus der Zelle herausdrängen würden.
Wenn sie ausfällt würden sich die Gradienten ausgleichen und das Membranpotential würde auf Null sinken. Dann wäre die Zelle nicht länger erregbar.
Einige Gifte funktionieren genau so. Sie schalten die Na/K-Pumpe aus.

-Man führt eine Elektrode in die Zelle ein, eine andere hält man den Extrazellulärraum. Dann misst man die aufgebaute Spannungsdifferenz mit einem Voltmeter oder etwas ähnlichem.

-
1. Man kann das radioaktive Natrium auch ausserhalb der Zelle finden.

2. Dies ist der Fall, da die Na- und K-Kanäle in der Plasmamembran sich rhythmisch, aber unregelmässig, öffnen und schliessen und K-Ionen ausströmen, sowie Na-Ionen einströmen lassen. Daher muss auch die Na/K-Pumpe permanent arbeiten. Somit wird auch radioaktives Natrium ausserhalb der Zelle zu finden sein.
 
M

Mia

Gast
#3
Nervenzelle/Reflexe

ich hätte da ein paar Fragen in Zusammenhang mit Reflexen. Und zwar gibt es einige Begriffe, die ich irgendwie nirgends erklärt finde.
was sind:

Mechanorezeptoren
Sarkomere
Spinalganglien
Ruhetonus
Sekretionsreflex
Interneuron
Motoneuron


wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen könnte!!

Mia
 
B

Borotin

Gast
#4
Nun:
- Mechanorezeptoren sind Rezeptoren (hauptsächlich in der Haut) die auf Druckunterschiede reagieren. Also Gegenstände ertasten, beispielsweise, wird von Mechanorezeptoren geleistet.

- Ein Sarkomer ist die funktionelle Einheit einer Muskelfaser. Sie ist von Z-Scheibe zu Z-Scheibe definiert und besteht im Wesentlichen aus Aktin- und Myosinfilamenten.
Hier findest du mehr dazu, auch Bilder.

- Spinalganglien sind Nervenknoten ausserhalb des Rückenmarks, in denen die Zellkörper der afferenten (=ankommenden) Nervenbahnen liegen.

- Der Ruhetonus ist die Grundspannung des ruhenden Muskels. Ohne ihn könnte man nicht dauerhaft aufrecht stehen, beispielsweise.

- Ein Interneuron ist eine Nervenzelle, die zwei andere Nervenzelle miteinander verbindet.

- Ein Motoneuron ist eine Nervenzelle, die eine Muskelfaser innerviert.

Über die anderen Begriffe kann ich im Moment nichts genaues sagen, aber wenn ich was finde schreib ich es hier.
 

maren

Säugetier: Marsupialia
#5
mechanorezeptoren

Mechanorezeptoren sind Rezeptoren die auf mechanische Reize reagieren. z.B. haben wir in der Haut unterschiedliche Rezeptoren dieser Art, die auf Druck, Berührung, Vibration etc. reagieren oder in unseren Gefäßen den Blutdruck messen.

Zu den Mechanorezeptoren gehören auch die Muskelspindeln, Golgi-Sehnenorgane und weitere Mechanorezeptoren in den Gelenkkapseln.

Muskelspindeln liegen im Muskelgewebe und sind sog. Längerezeptoren. d.h. sie messen wie lang unser Muskel ist. Bei zu starker Dehnung insuzieren sie eine Kontraktion unseres Muskels. Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass man den Patellarsehenreflex auslösen kann und dafür, dass unsere Haltemuskulatur tonisch ist. Sonst würden wir in uns zusammensacken.

Golgi-Sehnen-Organe sind wie die Muskelspindeln Mechanorezeptoren. Sie sitzen in den Sehnen des Muskels und messen dort die Spannung. Übertritt diese eine bestimmte Schwelle, hemmen sie über einen Reflexbogen die Motoneurone die diesen Muskel erregen. Daraufhin verringert sich die Spannung

Mechanorezeptoren in den Gelenkkapseln informieren uns über sie Stellung des Gelenkes!
 
L

Leben

Gast
#7
ach... bei den Fragen kommen bei mir Erinnerungen hoch... .
 
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