Biologielexikon

Antibiotikum
Unter Antibiotika versteht man in aller Regel Stoffe, die (bereits in geringer Konzentration) das Wachstum von Bakterien oder Pilzen hemmen oder diese abtöten (anti = gegen, bios = Leben). Wird das Wachstum von Bakterien bzw. Pilzen gehemmt, spricht man davon, dass ein Antibiotikum bakteriostatisch bzw. fungistatisch wirkt; werden Bakterien bzw. Pilze abgetötet, sagt man, das Antibiotikum wirkt bakterizid bzw. fungizid.

Antibiotika haben eine wichtige Bedeutung bei der medizinischen Bekämpfung von Infektionen. Ein bekanntes Beispiel für ein Antibiotikum ist das Penicillin, das in der Natur vom Pilz Penicillium gebildet wird.
Antibiotika wirken nicht auf alle Lebewesen in gleicher Weise, sodass in der Medizin je nach Art des Krankheitserregers ein anderes Antibiotikum zum Einsatz kommen muss. Prinzipiell keine Wirkung haben Antibiotika gegen Viren, weshalb der Einsatz von Antibiotika bei grippalen Infekten (die durch Viren verursacht werden) nicht zweckmäßig ist - es sei denn, es wird mit diesen eine zusätzliche Infektion (eine so genannte Sekundärinfektion) mit Bakterien bekämpft.
Weitere Antibiotika neben dem Penicillin sind u. a. Streptomycin, Actinomycin, Candidin, Clavacin, Grisein, Neomycin und Vancomycin.
Der Name Antibiotikum wurde von Selman Abraham Waksman (1888-1973) eingeführt. Selman entdeckte u. a. 1943 das Antibiotikum Streptomycin.





Siehe auch unter:

Antibiotika-Resistenz
hemmhof Hemmhof
MRSA
nosokomiale Infektion


Literatur:


Internet:


Letzte Aktualisierung: 10.03.2013


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