Biologielexikon

Atmung
Tiere und Mensch benötigen fortlaufend Sauerstoff, um in ihren Zellen Energie herzustellen. Als Abbauprodukt fällt hierbei Kohlenstoffdioxid an.
Unter dem Begriff Atmung versteht man verschiedene Vorgänge:

1. Zum einen kann mit dem Begriff Atmung die Gesamtheit der Vorgänge gemeint sein, die mit der Aufnahme von Sauerstoff und der Abgabe von Kohlenstoffdioxid durch ein Lebewesen zusammenhängen. Dies bezeichnet man auch als Gasaustausch, "Luftwechsel" oder Respiration.

2. Zum anderen versteht man unter Atmung die oxidativen Abbauvorgänge von organischen Verbindungen zu Kohlenstoffdioxid und Wasser unter Freisetzung von Energie. Diese Form der Atmung nennt man auch Zellatmung oder biologische Oxidation ("Verbrennung").


Zu 1:
Bei Landlebewesen werden 2 Grundformen von Atmungsorganen unterschieden: Lungen und Tracheen. Die Atemorgane der meisten Wassertiere sind Kiemen, wobei zwischen Gaskiemen, Tracheenkiemen und Blutkiemen unterschieden wird.

Beim Menschen erfolgt der Gasaustausch in der Lunge, genauer gesagt: an den Lungenbläschen (Alveolen). Ermöglicht wird dies durch entsprechende Atembewegungen. Da die Lunge selbst keine Muskulatur besitzt, kann diese die benötigte (sauerstoffreiche) Luft nicht selbst einsaugen und die "verbrauchte" (mit Kohlenstoffdioxid angereicherte) Luft nicht hinauspressen. Eingeatmete Luft enthält ca. 0,03 % Kohlenstoffdioxid, ausgeatmete Luft hingegen ca. 4 % Kohlenstoffdioxid.
Damit Luft ein- und ausgeatmet werden kann, muss sich der Brustkorb erweitern und verkleinern, hierfür gibt es 2 Möglichkeiten:

a) die Zwerchfellatmung (Bauchatmung) und
b) die Brustatmung.





Siehe auch unter:





Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 07.03.2013



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