Biologielexikon

Endomitose (engl. endomitosis)
Unter dem Begriff Endomitose versteht man eine unvollständige Mitose: Die Chromosomen werden zwar verdoppelt*, der Zellkern jedoch nicht geteilt. Durch eine Endomitose kommt es also zu einer Vermehrung der Chromosomenzahl, ohne dass eine Kernteilung stattfindet:
Die Endomitose führt zu einer Verdopplung und (bei Wiederholung der Endomitose) auch zu einer Vervielfachung des Chromosomensatzes im Zellkern (Polyploidisierung). Infolge der ausgebliebenen Teilung kommt es zu einer Vergrößerung des Volumens des Zellkerns. Die Vermehrung des Erbguts innerhalb eines Zellkerns führt zu einer deutlichen Steigerung der Stoffwechselrate der Zelle.

Der Vorgang der Endomitose ist relativ weit verbreitet. Bei Tieren ist die Endomitose unter anderem bei folgenden Tieren bekannt: Dipteren, Kollembolen, Heteropteren. Auch beim Menschen gibt es Beispiele für eine Vermehrung der Chromosomen innerhalb des Zellkerns durch Endomitose, und zwar z. B. bei den Knochenmarksriesenzellen (Megakaryozyten).

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* Werden nur einzelne Chromosomen verdoppelt, spricht man von einer partiellen (= teilweisen) Endomitose.




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Letzte Aktualisierung: 15.12.2012





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