Biologielexikon

Eutrophierung (Überdüngung, übermäßige Versorgung mit Nährstoffen)
Unter Eutrophierung versteht man die Überdüngung von Gewässern durch Pflanzennährstoffe (vor allem Phosphor- und Stickstoff-Verbindungen) und die hierdurch verursachte Belastung bzw. Schädigung des Gewässers.* Diese Überdüngung bewirkt eine Massenvermehrung kurzlebiger Organismen (vor allem des Phytoplanktons). Diese Organismen sterben ab und sinken zu Boden. Infolge der Sauerstoff verbrauchenden Abbauprozesse kommt es im Gewässer zu einem Sauerstoffmangel, der schließlich am Grund des Gewässers die Freisetzung von zuvor gebundenem Phosphat bewirkt und zur Bildung von Fäulnisgasen und giftigen Stoffen (Schwefelwasserstoff, Ammoniak) führen kann. Ist letzteres der Fall, spricht man vom Umkippen des Gewässers.

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* Anmerkung:
Der Begriff "Eutrophierung" meint vom Begriff her eigentlich nur eine "reichliche Nährstoffversorgung". Der Begriff wird jedoch überwiegend (so wie oben erklärt) im Sinne von "Hypertrophierung" ("Überernährung") verstanden.





Siehe auch unter:

Algenblüte
eutroph
Plankton Plankton
stehende Gewässer
Stickstoff


Literatur:


Internet:


Letzte Aktualisierung: 07.07.2013


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