Biologielexikon

Glucose (Traubenzucker)
Glucose ist prinzipiell der wichtigste Energielieferant für heterotrophe Lebewesen und damit für jede einzelne Zelle. Die am meisten bei Lebewesen verbreitete Reaktionskette, durch die Glucose mit Energiegewinn abgebaut wird, heißt Glykolyse ("Zuckerspaltung"). Als wichtigste Quelle für Glucose gelten Polysaccharide, besonders Stärke.

Glucose ist in Wasser löslich. Als Nachweismittel für Glucose wird Fehlingsche Lösung verwendet. Die Summenformel für Glucose lautet C6H12O6. Glucose gehört zu den Monosacchariden (Einfachzuckern).

Beim Menschen beträgt die Glucose-Konzentration im Blut (der Blutzuckerspiegel) normalerweise ca. 0,8 bis 1 g pro Liter. Dieser Wert wird vom Körper relativ konstant gehalten (+/- 10 %). Die im Blut kreisende Glucose stammt a) entweder aus stärkehaltiger Nahrung des Darms oder b) aus der Leber (Glykogen-Reserve).

Glucose hat besonders für das menschliche Gehirn große Bedeutung, da das Gehirn im Normalfall nur Glucose als Energiequelle verwendet (die meisten anderen Zellen des Körpers verwenden vorwiegend Fettsäuren zur Gewinnung chemischer Energie). Fällt die Glucose-Konzentration im Blut unter 2 mM (Hypoglykämie), ist eine ausreichende Versorgung des Gehirns mit Energie und damit die Synthese von ATP nicht mehr gewährleistet. Die Folge: Es kommt zum Versagen der Ionenpumpen und schweren Störungen der Gehirnfunktionen (Krämpfe, Bewusstlosigkeit, bis hin zum Tod).





Siehe auch unter:

Glykogen Glykogen
Honig
Kohlenhydrate
Lactat


Literatur:


Internet:


Letzte Aktualisierung: 12.03.2013


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