Biologielexikon

intermediäre Vererbung (unvollständig dominante Vererbung)
Von intermediärer Vererbung spricht man, wenn sich die Allele für ein bestimmtes Merkmal zueinander "gleichwertig" verhalten (sich also keines der Allele dominant oder rezessiv zum anderen verhält) und der Phänotyp eine Mittelstellung zwischen den Phänotypen einnimmt (man spricht auch von einem intermediären Phänotyp).

Ein Beispiel: Das homozygote Allelpaar aa ergibt z. B. die Farbe rot und das homozygote Allelpaar bb die Farbe weiß. In der Kreuzung ergibt sich dann der Genotyp, der im Phänotyp zur Farbe rosa führt (also eine Mischung aus weiß und rot). Der Wissenschaftler Correns (1864-1933) zeigte diesen Erbgang bei der Wunderblume auf (rotblühende, weißblühende und rosablühende Pflanzen).
Intermediäre Vererbung treten bei einer Reihe von Pflanzen bei der Vererbung der Blütenfarbe auf. Beim Menschen dürfte die intermediäre Vererbung kaum vorkommen.

Statt von intermediärer Vererbung wird heute eher von unvollständiger Dominanz gesprochen, d. h.: Keines der beiden vorhandenen Allele zeigt eine vollständige Dominanz bzw. zeigt eine vollständige Ausprägung im Phänotyp. Die Bezeichnung "intermediäre Vererbung" ist weiterhin im Gebrauch, gilt aber inzwischen weithin als veraltet.





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Literatur:


Internet:


Letzte Aktualisierung: 09.03.2013



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