Biologielexikon

Kohlenhydrate (engl. carbohydrates)

Was sind Kohlenhydrate?
Kohlenhydrate sind Zucker oder zuckerähnliche Verbindungen.

Aus welchen Elementen sind Kohlenhydrate zusammengesetzt?
Kohlenhydrate sind vorwiegend aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt. Wasserstoff und Sauerstoff stehen im molaren Verhältnis 2:1. Die allgemeine chemische Formel lautet CnH2nOn.

Woran im Namen erkennt man, dass es sich um ein Kohlenhydrat bzw. einen Zucker handelt?
Die Namen von Zuckern sind grundsätzlich durch die Endung "-ose" gekennzeichnet, z. B.: Glucose, Fructose.


Welche Funktionen (Aufgaben) haben Kohlenhydrate im Körper?
Kohlenhydrate haben vorrangig zwei Funktionen im Körper:

Sie sind wichtige Energielieferanten für die Zellen.
Sie stellen einen bedeutsamen Baustein des Binde- und Stützgewebes sowie bestimmter Fette dar.


1. Kohlenhydrate als Energielieferanten
Biologisch bedeutsame Kohlenhydrate sind die Zucker (Einfach- und Zweifachzucker) sowie die aus Einfachzuckern (Monosacchariden) zusammengesetzten Polysaccharide. Der wichtigste Zucker ist der Traubenzucker (Glucose), der aus 6 Kohlenstoffatomen besteht, die zu einem Ring geschlossen sind. Das menschliche Gehirn deckt seinen Energiebedarf fast ausschließlich über Glucose.
Der Mindestbedarf an Kohlenhydraten für Erwachsene liegt bei ca. 100 g, die das Gehirn unbedingt benötigt; alternativ könnten auch 200 g Protein (Eiweiß) zugeführt werden. Überschüssig mit der Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate werden im menschlichen Organismus als Glykogen ("tierische Stärke") gespeichert, und zwar besonders im Muskelgewebe und in der Leber.

2. Kohlenhydrate als Bausteine des Binde- und Stützgewebes
Als Gerüstsubstanz spielt besonders Cellulose bei Pflanzen eine bedeutsame Rolle.


In welcher Form kommen Kohlenhydrate in Zellmembranen vor?

Kohlenhydrate kommen in Zellmembranen nicht als freie Moleküle vor. Sie sind in der Zellmembran immer an Lipide gekoppelt (Glykolipide) oder an Proteine gebunden (Glykoproteine).





Siehe auch unter:





Literatur:


Internet:


Letzte Aktualisierung: 16.03.2013


© Michael Koops www.biologie-lexikon.de 2016
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