Biologielexikon

mesophil
Der Begriff mesophil bedeutet wörtlich in etwa: "das Mittlere liebend".
Es existieren in der Biologie nebeneinander 2 Bedeutungen, die man man relativ gut voneinander abgrenzen kann. Die 1. Bedeutung bezieht sich auf den Umweltfaktor Feuchtigkeit, die 2. auf den Umweltfaktor Temperatur:


1. Bedeutung:
Als mesophil bezeichnet man Lebewesen, die "mittlere" Feuchtigkeitsverhältnisse bevorzugen (präferieren).

2. Bedeutung:
Als mesophil bezeichnet man Mikroorganismen (Kleinstlebewesen), die optimal bei "mittleren" Temperaturen, d. h. ungefähr zwischen 20 und 45 Grad Celsius* wachsen. Obwohl die betreffenden Mikroorganismen diesen Temperaturbereich bevorzugen, heißt dies nicht, dass sie außerhalb dieses Bereichs nicht wachsen können, so können einige mesophile Mikroorganismen z. B. noch unter 5 Grad Celsius wachsen.
Die meisten auf der Erde vorkommenden Mikroorganismen gehören zu den mesophilen Mikroorganismen. Zu den mesophilen Mikroorganismen gehören u. a.: Escherichia coli (E. coli), Neisseria gonorrhoeae, Pseudomonas spec., Streptococcus spec.


Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass einige Autoren diese beiden Bedeutungen auch in dem Begriff mesophil zusammenfassen. Sie verstehen unter mesophilen Lebewesen also Lebwesen, deren Wachstumsoptimum bei mittleren Feuchtigkeitsverhältnissen und bei mittleren Temperaturen liegt.

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(*Anmerkung: Die Angaben zur Optimaltemperatur variieren in der Literatur etwas: In einigen Quellen werden statt des oben genannten Temperaturbereichs noch der Bereich 20 bis 37, in anderen der Bereich 20 bis 40 und in anderen wiederum der Bereich 20 bis 42 Grad Celsius angegeben.)




Siehe auch unter:




Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 27.01.2013



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