Biologielexikon

Metalimnion (Sprungschicht, thermische Sprungschicht, Thermokline) (engl. metalimnion)
Mittlere Schicht in (tieferen) Seen, die das (wärmere) Wasser der oberen Schicht (= Epilimnion) vom (gleichmäßig kalten) Wasser der Tiefenregion (= Hypolimnion) trennt. Das Metalimnion ist also eine Grenzschicht zwischen zwischen Ober- und Tiefenwasser. In dieser Schicht kommt es zu einem raschen Temperaturabfall (Temperatur"sprung"), weshalb man das Metalimnion auch als (thermische) Sprungschicht bezeichnet. Der Temperaturabfall im Metalimnion beträgt 1 Grad Celsius und mehr pro Meter in der Tiefe. Entsprechend dem Temperaturabfall nimmt die Dichte des Wassers zu (das Wasser wird mit geringerer Temperatur schwerer - man beachte aber die Dichteanomalie des Wassers!).
Im Herbst sinkt das Metalimnion in großen Seen mit entsprechender Tiefe immer weiter ab und kann von einer ursprünglichen Tiefe von 2 bis 8 Metern bis auf 30 Meter oder noch tiefer absteigen.
Wenn in den gemäßigten Breiten die Wasseroberfläche so weit abkühlt, dass schließlich Epilimnion und Hypolimnion eine Temperatur von 4 Grad Celsius erreichen, löst sich das Metalimnion auf - und eine vollständige Durchmischung des Wassers ist möglich (Herbstzirkulation).





Siehe auch unter:

stehende Gewässer



Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 07.03.2013



© Michael Koops www.biologie-lexikon.de 2016
Alle Angaben im Biologie-Lexikon sind ohne Gewähr. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere ist die elektronische Datenübernahme in jeder Form ohne Zustimmung des Autors ausdrücklich untersagt. Das Aufrufen von Seiten bzw. Inhalten des Biologie-Lexikons in fremden Framesets ist grundsätzlich nicht gestattet und verstößt gegen geltendes Recht.
Für den Inhalt verlinkter Seiten kann prinzipiell keine Verantwortung übernommen werden, da das Biologie-Lexikon auf den Inhalt dieser Seiten keinen Einfluss hat. Von anstößigen Inhalten der verlinkten Seiten jeglicher Art distanziert sich das Biologie-Lexikon jedoch ausdrücklich und bittet bei einer entsprechenden (fehlerhaften) Verlinkung um eine Nachricht an fehler{AT}biologie-lexikon{Punkt}de. Das Biologie-Lexikon bemüht sich, die Informationen fehlerfrei zur Verfügung zu stellen, übernimmt jedoch keinerlei Haftung für auftretende Unzulänglichkeiten. Das Biologie-Lexikon erhebt im rechtlichen Sinne keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Korrektheit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr kann nicht gegeben werden.

Datenschutzhinweis