Permafrost (Dauerfrostboden)
Unter dem Begriff Permafrost versteht man einen dauerhaft geforenen Boden (lediglich eine oberflächliche Schicht kann vorübergehend auftauen, der Boden darunter bleibt jedoch gefroren). Die Angaben darüber, was unter "dauerhaft" zu verstehen ist, variieren, in einigen Quellen wird von mindestens 2 Jahren, in anderen von 3 Jahren gesprochen.
Damit ein Boden dauerhaft gefroren ist, muss der Boden während des Jahres beständig eine Temperatur von 0 Grad Celsius oder darunter aufweisen. Permafrost kann sich mehrere hundert Meter in die Tiefe (der bislang tiefste Permafrostboden wurde in Sibirien mit einer Tiefe von 1500 m gemessen). Unterhalb dieser Schicht wird der Boden durch das Erdinnere erwärmt.

Permafrost wird a) seiner vertikalen Verbreitung (von oben nach unten) und b) seiner horizontalen Ausbreitung (seiner Verbreitung in der Fäche) beschrieben:

a) Permafrost (Dauerfrostboden) gliedert man von oben nach unten (vertikal) in 3 Schichten:

1. oberste Schicht: (sommerlicher) Auftauboden ("active layer"), der infolge jahreszeitlicher Temperaturschwankungen mehr oder weniger stark aufgetaut sein kann (kann wenige cm bis zu mehreren Metern dick sein),
2. mittlere Schicht: eigentlicher Dauerfrostboden und
3. unterste Schicht: Niefrostboden (ist ungefroren und grundwassergefüllt).


b) Etwa 25 Prozent der Erdoberfläche sind von Permafrost bedeckt. Allerdings ist auch in dieser flächenhaften Verteilung Permafrost nicht gleich Permafrost. Nach der Art der Verbreitung von quasi flächendeckend bis hin zu inselhaftem Vorkommen des Permafrosts unterscheidet man:

1. kontinuierlichern Permafrost (annähernd 100 Prozent gefrorender Unterboden): ca. 11, 7 Prozent der Erdoberfläche
2. diskontinuierlichen Permafrost (mehr als 50 Przoent gefrorener Unterboden), ca. 5,6 Prozent der Erdoberfläche
3. sporadischen Permafrost (lückenhafte Verteilung des gefrorenen Unterbodens), ca. 8,1 Prozent der Erdoberfläche

Infolge ansteigender Temperaturen wird davon ausgegangen, dass die Verbreitung von Permafrost in den nächsten Jahren messbar zurückgeht.







Siehe auch unter:







Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 02.07.2012





© Michael Koops www.biologie-lexikon.de 2016
Alle Angaben im Biologie-Lexikon sind ohne Gewähr. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere ist die elektronische Datenübernahme in jeder Form ohne Zustimmung des Autors ausdrücklich untersagt. Das Aufrufen von Seiten bzw. Inhalten des Biologie-Lexikons in fremden Framesets ist grundsätzlich nicht gestattet und verstößt gegen geltendes Recht.
Für den Inhalt verlinkter Seiten kann prinzipiell keine Verantwortung übernommen werden, da das Biologie-Lexikon auf den Inhalt dieser Seiten keinen Einfluss hat. Von anstößigen Inhalten der verlinkten Seiten jeglicher Art distanziert sich das Biologie-Lexikon jedoch ausdrücklich und bittet bei einer entsprechenden (fehlerhaften) Verlinkung um eine Nachricht an fehler{AT}biologie-lexikon{Punkt}de. Das Biologie-Lexikon bemüht sich, die Informationen fehlerfrei zur Verfügung zu stellen, übernimmt jedoch keinerlei Haftung für auftretende Unzulänglichkeiten. Das Biologie-Lexikon erhebt im rechtlichen Sinne keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Korrektheit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr kann nicht gegeben werden.

Datenschutzhinweis