Biologielexikon

Retroviren (engl. retroviruses)
Retroviren sind umhüllte Viren, die RNA als Erbgut verwenden (die RNA liegt als Einzelstrang vor). Das typische Erbgut eines Retrovirus ist ein (einzelsträngiges) 6000 bis 9000 Nucleotide langes RNA-Molekül.

Retroviren sind in der Lage, durch das Enzym namens "Reverse Transkriptase" DNA aus der RNA-Matrize (RNA-Vorlage) zu synthetisieren (herzustellen). Das so in einen DNA-Doppelstrang überführte Virus-Erbgut wird in der Folge in das Erbgut des Wirtes eingebaut und mit der DNA der Zelle zusammen vermehrt.

Retroviren werden in folgende Gruppen unterteilt:

1. Lentiviren,
2. Onkoviren und
3. Spumaviren.

Das HI-Virus ("AIDS-Virus") gehört zur Gruppe der Lentiviren.





Siehe auch unter:




Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 28.12.2012



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