Biologielexikon

Spaltöffnungen (Stomata)
Spaltöffnungen (Stomata) entstehen durch Teilung aus Zellen der Epidermis. Sie kommen hauptsächlich an Blattorganen vor. Auch umgewandelte Blätter tragen Spaltöffnungen (z. B.: Fruchtblätter, Kronblätter, Grannen oder Ranken).
Spaltöffnungen konzentrieren sich im Allgemeinen vorwiegend auf der Unterseite von Blättern (typisch für bifaziale Blätter). Befinden sich die Spaltöffnungen nur auf der Blattunterseite, spricht man von hypostomatischen Blättern, kommen sie auf beiden Seiten (Ober- und Unterseite) vor, handelt es sich um amphistomatische Blätter, tragen Blätter ausschließlich auf der Oberseite Spaltöffnungen, so nennt man diese Blätter epistomatisch. Epistomatische Blätter findet man bei Schwimmblättern von Wasserpflanzen, auch die Rollblätter bestimmter Gräser (z. B. bei Festuca, Stipa) sind epistomatisch.
Nur in sehr reduzierter Zahl oder gar nicht vorhanden sind Spaltöffnungen an untergetaucht lebenden Blättern.

Spaltöffnungen dienen dem Gasaustausch (Aufnahme von Kohlenstoffdioxid, Abgabe von Sauerstoff) und der Transpiration, und zwar der stomatären Transpiration.
Dem Bau und der mechanischen Funktionsweise nach werden üblicherweise voriwegend 2 Spaltöffnungstypen unterscheiden: 1. den Helleborus-Typus und 2. den Gramineen-Typus. Bei Moosen und Farnen verbreitet ist der sog. Mnium-Typ.





Siehe auch unter:

ABA
amphistomatisch


Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 06.07.2013



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