Biologielexikon

Stäbchen (engl. rod cells)
Stäbchen sind Lichtrezeptorzellen (Lichtsinneszellen, Photorezeptoren) in der Netzhaut (Retina) der Wirbeltiere (und des Menschen), d. h., diese Zellen reagieren auf Lichtenergie. Die Stäbchen (ebenso wie die Zapfen) reagieren auf Licht durch einen Vorgang, der als Bleichen bezeichnet wird.

Stäbchen sind vor allem für das Schwarzweiß- bzw. das Dämmerungssehen (mesopisches Sehen) zuständig. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass Stäbchen viel lichtempfindlicher sind als Zapfen: Sie besitzen niedrigere Reizschwellen und können daher viel geringere Lichtmengen wahrnehmen. Stäbchen sind gegenüber den Zapfen in der Helligkeitswahrnehmung etwa um den Faktor 1000 empfindlicher.

Im Vergleich zu den Zapfen adaptieren Stäbchen jedoch langsamer als Zapfen an die Dunkelheit (Dunkeladaption): Stäbchen erreichen das Maximum ihrer Empfindlichkeit erst nach 20 bis 30 Minuten (die Zapfen erreichen Ihr Empfindlichkeitsmaximum bereits nach 3 bis 4 Minuten).

Man kann bei den Stäbchen (wie auch bei den Zapfen) jeweils ein Innensegment und ein Außensegment unterscheiden: Das Außgensegment enthält lichtempfindliche chemische Substanzen, die als Reaktion auf Licht ein Signal auslösen. Die Stäbchen des menschlichen Auges enthalten lediglich ein einziges Pigment: das Rhodopsin (im Unterschied dazu enthalten Zapfen jeweils ein anderes Pigment).





Siehe auch unter:

Adaption
gelber Fleck
skotopisches Sehen


Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 09.05.2013



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