Biologielexikon

stehende Gewässer
Zu den stehenden Gewässern des Festlandes gehören Seen, Teiche, Tümpel, Weiher und Kleinstgewässer.

Zur Unterscheidung der stehenden Gewässer:

1. See und Weiher
Im Gegensatz zum See fehlt dem Weiher die lichtlose Tiefenregion (diese lichtlose Tiefenregion nennt man Profundal). In vereinfachter Form kann man sagen, dass ein "Weiher ein See ohne Tiefe ist". Konkret in Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass ein Weiher selten eine Tiefe von mehr als 2 Metern erreicht. Maßgeblich für die Unterscheidung von Weiher und See ist nur die Tiefe, nicht hingegen die Ausdehnung in der Fläche. Weil das Licht (genauer: Teile des Lichts) im Weiher bis zum Grund vordringt, kann dieser - anders als der See - vollständig von Hydrophyten (Wasserpflanzen) besiedelt sein. Lediglich in Phasen, in denen es zu Algenblüten kommt, dringt das Licht im Weiher nicht vollständig bis zum Gewässergrund vor. Weiher können durch zunehmende Verlandung aus Seen entstanden sein.

2. Weiher und Teich
Ein Teich ähnelt in der Größe dem Weiher, ist jedoch nicht auf natürliche Weise, sondern durch menschlichen Eingriff entstanden; überdies besitzt der Teich einen regulierbaren Zu- und Abfluss, durch den der Teich zeitweilig trockengelegt werden kann, z. B. wenn er der Fischzucht dient.

3. Tümpel
Tümpel sind kleine Gewässer mit einer Wassertiefe von weniger als 0,5 Metern. Der Wasserstand kann in Abhängigkeit von der Jahreszeit wechseln, zeitweise können Tümpel auch trockenfallen.

4. Kleinstgewässer

Zu den Kleinstgewässern gehören typische Wasseransammlungen in Pfützen, Astgabeln usw.


Schichtung eines Sees im Sommer
Im Sommer entsteht eine stabile Schichtung zwischen dem erwärmten Epilimnion (Deckschicht) und dem kälteren Hypolimnion in der Tiefe. Zwischen diesen beiden Schichten liegt das Metalimnion (die Sprungschicht), in der die Temperatur rapide abfällt und die Dichte des Wassers entsprechend zunimmt - diese Schicht bezeichnet man auch als Metalimnion oder Thermokline.
Diese Phase wird als sommerliche Stagnation, Sommerstagnation oder sommerliche Schichtung bezeichnet.





Siehe auch unter:

aquatisch
limnisch
Limnologie
Pelagial
Profundal
Umkippen eines Gewässers


Literatur:


Internet:


Letzte Aktualisierung: 05.07.2013


© Michael Koops www.biologie-lexikon.de 2016
Alle Angaben im Biologie-Lexikon sind ohne Gewähr. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere ist die elektronische Datenübernahme in jeder Form ohne Zustimmung des Autors ausdrücklich untersagt. Das Aufrufen von Seiten bzw. Inhalten des Biologie-Lexikons in fremden Framesets ist grundsätzlich nicht gestattet und verstößt gegen geltendes Recht.
Für den Inhalt verlinkter Seiten kann prinzipiell keine Verantwortung übernommen werden, da das Biologie-Lexikon auf den Inhalt dieser Seiten keinen Einfluss hat. Von anstößigen Inhalten der verlinkten Seiten jeglicher Art distanziert sich das Biologie-Lexikon jedoch ausdrücklich und bittet bei einer entsprechenden (fehlerhaften) Verlinkung um eine Nachricht an fehler{AT}biologie-lexikon{Punkt}de. Das Biologie-Lexikon bemüht sich, die Informationen fehlerfrei zur Verfügung zu stellen, übernimmt jedoch keinerlei Haftung für auftretende Unzulänglichkeiten. Das Biologie-Lexikon erhebt im rechtlichen Sinne keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Korrektheit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr kann nicht gegeben werden.

Datenschutzhinweis