Biologielexikon

Virus (engl. virus)
Viren zählen nach klassischer biologischer Sichtweise nicht zu den Lebewesen, da sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und sich ohne fremde Hilfe nicht fortpflanzen bzw. vermehren können. Viren sind vereinfacht gesagt so etwas wie "Zellpiraten": Sie dringen in Zellen ein und programmieren diese zu ihren Zwecken um. Bestimmte Viren erzeugen beim Menschen harmlose Krankheiten, andere wiederum Krankheiten, die zum Tode führen können, z. B. Krebs und Aids.
Wegen ihrer geringen Größe konnten Viren erst in den 30er Jahren mithilfe des Elektronenmikroskops sichtbar gemacht werden (Viren sind mit einer Größe von 20 nm bis 300 nm viel kleiner als Bakterien, Pilze oder Einzeller).
Viren können nach unterschiedlichen Merkmalen in Gruppen eingeteilt werden. Gängige Merkmale zur Unterscheidung von Viren sind unter anderem die Art des vorhandenen Erbguts, sowie der Wirtsorganismus:

1. Einteilung nach dem Erbgut
Viren können als Erbsubstanz RNA oder DNA enthalten (niemals beide zusammen!), und zwar in beiden Fällen als Einzel- oder als Doppelstrang. Entsprechend werden die jeweiligen Viren als DNA-Viren bzw. RNA-Viren bezeichnet. Im Unterschied zu Zellen enthalten Viren also nur eine Art von Nukleinsäure (entweder DNA oder RNA).

2. Einteilung nach dem Wirtsorganismus
Viren können Bakterien, Pflanzen oder Tiere (und den Menschen) befallen. Entsprechend spricht man auch von Bakterienviren (= Bakteriophagen = Phagen), Pflanzenviren und Tierviren.





Siehe auch unter:
Grippe
HIV
Mikroorganismen
Retroviren
virulent
Wirt

Literatur:


Internet:

- Robert-Koch-Institut


Letzte Aktualisierung: 09.03.2013



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