Biologielexikon

Wirbeltiere (engl. vertebrates)
Das alle Wirbeltiere verbindende und namengebende Merkmal ist die biegsame Wirbelsäule: Wirbel (knorpelig oder knöchern) umfassen die Chorda dorsalis und das Rückenmark. Darüber hinaus besitzen alle Wirbeltiere an einem Ende des Neuralrohres ein mehr oder weniger stark entwickeltes Gehirn und am anderen Ende ein jeweils besonders ausgestaltetes Ausscheidungssystem. Das Gehirn ruht oft in einem deutlich vom Rumpf abgesetzten Kopf.
Allen Wirbeltieren gemein ist zudem ein geschlossener Blutkreislauf mit einem gekammerten Herzen.
Besonders bei den höher entwickelten Wirbeltieren spielen Lernleistungen im Verhalten eine große Rolle.

In der Systematik des Tierreichs werden 5 Wirbeltiergruppen unterschieden:

1. Fische,
2. Lurche (= Amphibien),
3. Reptilien (= Kriechtiere),
4. Vögel,
5. Säugetiere.



Der Mensch gehört zur Gruppe der Säugetiere. Die ältesten Wirbeltiere sind die Fische, die reine Wasserbewohner sind.

Die 5 oben aufgeführten Wirbeltiergruppen können in zwei Gruppierungen zusammengefasst werden:

Erstens in diejenigen,

die ein Amnion besitzen (= Amnioten), und zweitens in diejenigen,
die kein Amnion besitzen (= Anamnioten).

(Ein Amnion ist eine schützende extraembryonale Hülle.) Zu den Amnioten gehören die Reptilien, Vögel und Säugetiere (also auch der Mensch), zu den Anamnioten gehören die Fische und Lurche.


> Stoffwechsel:
Bei Wirbeltieren existieren 3 verschiedene Wege, den aus Aminosäuren stammenden Stickstoff zu "entsorgen":
1. direkte Ausscheidung von NH4+ über die Haut (nur bei wasserlebenden Tieren: Fischen und Lurchen vor der Metamorphose).
2. Ausscheidung von Harnsäure (Endprodukt bei Reptilien und Säugetieren).
3. Ausscheidung von (wasserlöslichem) Harnstoff (bei Lurchen nach der Metamorphose, und bei Säugetieren).





Siehe auch unter:




Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 05.07.2013



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