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Veränderung im See im Jahresverlauf

Envido

Einzeller
#1
Hallo Leute,

ich habe Biologie als A4-Fach (mündlich im Abitur). Heute hat mir mein Bio-Lehrer angeboten morgen eine A4-Prüfung zu simulieren und mir ein Arbeitsblatt (im Anhang) gegeben, dass ich bis morgen vorbereiten soll. Daran sitze ich gerade und ich habe ein paar Fragen.

Ich weiß nicht ob man auf dem Scan die Aufgaben lesen kann also hier nochmal:
1. Erläutern Sie die Gliederung eines Ökosystems.
2. Auf welchen Teil des Sees beziehen sich die obigen Kurven? Begründen Sie ihre Entscheidung.
3. Beschreiben Sie kurz die Ergebnisse und erläutern/diskutieren Sie die Zusammenhänge. Handelt es sich eher um einen oligotrophen oder eutrophen See? Begründen Sie ihre Vermutung.

Also Aufgabe 1. habe ich soweit fertig, wäre super wenn sich das mal jemand durchlesen könnte und mir sagen könnte ob das soweit passt oder irgendwas falsch ist bzw. etwas fehlt. (Epilimnion, Metalimnion, Hypolimnion muss das da auch noch rein?)
Meine Ausarbeitung:

Gliederung eines Ökosystems
Als Lebensräume werden zwischen Freiwasserzone (Pelagial) und Bodenzone (Benthal) unterschieden, wobei letzteres weiter gegliedert ist in die Uferzone (Litoral) und in die Tiefenzone (Profundal).

Pelagial:
Trophogene Schicht (Nährschicht):
genügend Licht für Photosynthese der Primärproduzenten (Wasserpflanzen, Algen und vor allem Phytoplankton) vorhanden
es wird mehr Sauerstoff und Biomasse produziert als verbraucht
Konsumenten und Destruenten siedeln hier bevorzugt an

Kompensationsebene:
Produktion und Abbau organischer Substanz halten sich in Grenzen
bildet die Grenze zwischen der trophogenen und der tropholytischen Zone bzw. zwischen Litoral und Profundal

Tropholytische Schicht (Zehrschicht):
Lichtmangel (fast keine Photosynthese mehr möglich)
Ernährung vom Überschuss aus trophogenen Schicht (heterotrophen Organismen verbrauchen Sauerstoff und Biomasse, die aus der trophogenen Zone nach unten absinkt)
Abbauprozesse überwiegen Produktion

Benthal:

Litoral (Uferzone):
umfasst den Uferbereich bis zur Kompensationstiefe
wird überwiegend von höheren Pflanzen bewachsen

Wird u.a. unterteilt in:
Epilitoral:
oberste Rand des Ufers, der nicht vom Wellenschlag betroffen ist
Lebensraum für Pflanzen die bei feuchtem Boden wachsen (Hygrophyten)
Lebensraum für Regenwürmer, Asseln, Spinnen etc. (Detritusfresser)

Sublitoral:
dauernd wasserführender und belichteter Bereich

Eulitoral (Brandungszone):
liegt zwischen Hoch- und Niedrigwasserzone
kann nur von Organismen besiedelt werden,
die den wechselnden Wasserstand ertragen


Profundal (Tiefenzone):
enthält als lichtloser Bereich hauptsächlich Konsumenten und
Destruenten (keine photoautotrophen Produzenten vorhanden)
diese sind auf den Bestandsabfall (Biomasse) angewiesen, der aus der trophogenen Zone zu Boden sinkt
hier leben vor allem Amöben, Borstenwürmer, Muscheln, Mücken, Fliegenlarven und Bakterien


Das wäre alles zu Aufgabe 1.

So jetzt bei Aufgabe 2., da blicke ich noch nicht so ganz durch. Wäre super wenn mir da jemand ein bissl helfen könnte bzw. mir Denkanstösse oder Anregungen geben könnte.

Bei Aufgabe 3. habe ich dasselbe Problem. Ich kenne zwar grob den Unterschied zwischen einem oligotrophen und einem eutrophen See aber wirklich weiterbringen tut mich das nicht.
Die Kurve der Mineralstoffe ist ja im Frühling/Sommer relativ niedrig aber dafür im Herbst/Winter relativ hoch, deswegen weiß ich nicht wirklich ob mir das jetzt zeigt, dass der See Mineralstoffarm (sprich oligotroph) oder Mineralstoffreich (sprich eutroph) ist. Und anhand der anderen Kurven kann ich persönlich auch nicht erkennen ob der See oligotroph ist eutroph ist

Ein paar Ideen wären echt super hilfreich :S

Vielen vielen dank schon mal!
Lg Envido

Ich hoffe, dass das hier nicht zu unübersichtlich geworden ist..
(Falls es wichtig ist, das Arbeitsblatt ist das der mündlichen Abiturprüfung von 2009 Thema Ökologie) (Ich glaube Musterlösungen gibt es nicht im Internet für mündliche Abiturprüfungen oder?)
 

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