Biologielexikon

Reizschwelle (Absolutschwelle, Schwelle, Schwellenwert)
Ein einzelner Reiz muss eine Mindestgröße (kleinste Reizintensität) erreichen, um von einem Lebewesen bzw. einer einzelnen Zelle wahrgenommen zu werden bzw. eine bestimmte Reaktion auszulösen. Diese Mindestgröße bezeichnet man als Reizschwelle bzw. Schwellenwert etc. (s. o.).
Da die Mindestgröße des Reizes variieren kann (z. B. in Abhängigkeit von der Handlungsbereitschaft eines Lebewesens), hat die Reizschwelle prinzipiell keine konstante Größe.

Reize, die die Mindestgröße nicht erreichen, bezeichnet man als unterschwellig. Reize, die die Schwelle erreichen bzw. darüber hinaus gehen, nennt man überschwellige Reize. Wirken mehrere unterschwellige Reize zusammen oder direkt nacheinander ein, können diese unterschwelligen Einzelreize sich in ihrer Wirkung addieren und eine entsprechende Reaktion auslösen.

Der Begriff der Reizschwelle findet in etwas unterschiedlichen biologischen Zusammenhängen Anwendung:

1. in der Verhaltensbiologie, in der es um die Auslösbarkeit von bestimmten Handlungen bei Lebewesen geht, und

2. in der Sinnes- und Neurophysiologie, in der der Begriff sich auf die Auslösbarkeit von Aktionspotenzialen bei Sinneszellen bzw. Nervenzellen (Neuronen) bezieht.





Siehe auch unter:

Reizbarkeit
Reizsummenregel


Literatur:


Internet:



Letzte Aktualisierung: 07.03.2013



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