Biologielexikon

Mikroorganismen, Kleinstlebewesen (ugs. Mikroben, Keime) (engl. microorganisms)
Unter dem Begriff Mikroorganismen fasst man mikroskopisch kleine Lebewesen (Organismen) ungleicher Abstammung zusammen (griechisch "mikros" = klein; französisch "organisme" = Organismus), die vergleichsweise einfach strukturiert sind. Mikroskopisch klein heißt, dass man diese Lebewesen in aller Regel mit bloßem Auge nicht sehen kann.
Meist handelt es sich bei Mikroorganismen um einzellige Organismen, z. B. Bakterien. Zu den Mikroorganismen gehören weiterhin: bestimmte Pflanzen und Tiere, Pilze und - je nach Sichtweise - auch Viren (werden per Definition in der Regel nicht zu den Lebewesen gezählt, da Viren keinen eigenen Stoffwechsel besitzen, sich nicht selbst fortpflanzen können und überdies nur einen Typus von Nucleinsäure (DNA oder RNA) aufweisen).

Die meisten zellulären Mikroorganismen sind chemotroph, d. h., sie gewinnen chemische Energie durch Oxidation organischer oder anorganischer Stoffe. Anders als Pflanzen benötigen sie nicht nur kein Sonnenlicht, sondern werden durch Sonnenlicht im Wachstum meist gehemmt, geschädigt und abgetötet. Einige Mikroorganismen sind aber auch phototroph, sie gewinnen ihre Energie also aus dem Sonnenlicht (z. B. Purpurbakterien).

Mikroorganismen finden auf vielfältige Weise Verwendung in der Biotechnologie.




Siehe auch unter:

Lebensmittelvergiftungen durch Mikroorganismen
Mikrobiologie

Literatur:


Internet:

- Mikrobiologischer Garten von Dr. Heribert Cypionka



Letzte Aktualisierung: 12.03.2013



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